Mein Vater, der eine Leidenschaft für Geschichte, Kultur und Erbe hatte, nahm meine Mutter, meinen Bruder und mich 1978 mit auf ein verrücktes Abenteuer in die Vendée, mit der Idee, diese alte mittelalterliche Festung wiederzubeleben, die viele Jahre lang geschlafen hatte und auf ihren Traumprinzen wartete!
„Ich werde da nie einen Fuß reinsetzen“, sagte meine Mutter, als sie den verwüsteten Zustand des gesamten Anwesens sah. Ich war zehn Jahre alt, und mein Schock war genauso groß.
Und doch, angesichts der ansteckenden Begeisterung meines Vaters, arbeiteten wir alle Seite an Seite mit ihm, um die heutige Wiedergeburt dieses historischen Wahrzeichens der Vendée-Bocage zu ermöglichen.
Die ursprüngliche Idee meines Vaters war es, ein Familiengut wiederzuentdecken, das im Laufe der Zeit von seinen Vorfahren aus Bordeaux in Vergessenheit geraten war. Damals pendelten wir zwischen Paris und der Vendée. Die Arbeiten waren umfangreich, und obwohl jedes Jahr ein weiterer Raum wiederhergestellt wurde, war es finanziell schwierig, die bereits begonnene, immense und ambitionierte Renovierung zu beschleunigen oder auszuweiten.
1995 schlug ich meinen Eltern zum ersten Mal die Idee vor, in dieses Schloss in der Vendée zu ziehen und dort ein Bed & Breakfast zu eröffnen. Ich war 24 Jahre alt und hatte gerade mein Kunstgeschichtsstudium abgeschlossen. Diese neue Herausforderung begeisterte meine Mutter, die gerade eine erfolgreiche Karriere im internationalen PR-Bereich des L’Oréal-Konzerns beendete. Da Kommunikation ihre Stärke war, wurden zahlreiche Artikel veröffentlicht, und unser Gästestamm wuchs von Jahr zu Jahr. Jedes Zimmer im Schloss wurde zu einer wahren Schatzkammer.
Nach dem Tod meiner Eltern übernahm ich das gesamte Anwesen und führe dieses wunderbare Familienabenteuer mit derselben Leidenschaft und Liebe für das kulturelle Erbe fort!